Wie viel Geld braucht man für die finanzielle Freiheit

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Inhalt, Lese­zeit 6:44 Minuten

Wie viel Geld brauche ich für die finanzielle Freiheit? 

Mit den sieben Stufen zur finanziellen Freiheit

Heu­te möch­te ich dar­über spre­chen, wie viel Geld ich benö­ti­ge, um finan­zi­ell frei zu sein. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis möch­te ich dazu auf die sie­ben Stu­fen der finan­zi­el­len Frei­heit zurück­grei­fen, die ich ja bereits hier im Blog bespro­chen habe.

Jeder hat andere Kennzahlen

Zu Beginn ein klei­ner, aber wich­ti­ger Dis­c­lai­mer: Bei den fol­gen­den Zah­len han­delt es sich um mei­ne Zah­len, die natür­lich nicht reprä­sen­ta­tiv für jeden von euch sein kön­nen. Jeder hat einen ande­ren Lebens­stil, ande­re Bedürf­nis­se und natür­lich kön­nen in ande­ren Tei­len des Lan­des oder der Welt die Kos­ten höher sein. Daher ist es nur logisch, dass ihr even­tu­ell auf ande­re Zah­len kommt. Die genann­ten Zah­len sind mei­ne der­zei­ti­gen Kenn­zah­len, die ver­än­der­lich sein kön­nen und nicht auf ande­re über­trag­bar sind.

Frugalismus und Minimalismus sind hilfreiche Wegbereiter

Wenn wir über finan­zi­el­le Frei­heit spre­chen, dann müs­sen wir auch über mei­ne bezie­hungs­wei­se unse­re Grund­la­gen spre­chen. Die wohl wich­tigs­te Grund­la­ge ist, dass wir schon immer einen spar­sa­men Lebens­stil und kei­ne soge­nann­te Life­style-Infla­ti­on hat­ten. Über die letz­ten Jah­ren konn­ten wir unse­re Aus­ga­ben sogar noch wei­ter sen­ken, ohne Lebens­qua­li­tät ein­zu­bü­ßen. Ich wür­de uns mitt­ler­wei­le als Mini­ma­lis­ten bezeichnen.

Was genau mei­ne ich damit?

Wir haben uns gemein­sam über­legt, was für uns für ein glück­li­ches Leben wirk­lich not­wen­dig ist und uns auf die­ser Grund­la­ge einen Lebens­stan­dard erar­bei­tet, mit dem wir, die finan­zi­el­le Sicher­heit und damit die finan­zi­el­le Frei­heit schnel­ler zu errei­chen, bezie­hungs­wei­se ist weit­aus weni­ger Geld dafür not­wen­dig als bei vie­len anderen.

Um die Fra­ge gleich vor­weg zu neh­men: Nein, wir ver­zich­ten nicht krampf­haft. Nein, wir gei­ßeln uns nicht und nein, wir leben auch nicht wie Hun­de. Wir haben uns nur sehr genau über­legt, was wir wirk­lich benö­ti­gen, vor allem haben wir uns über­legt, was wir für unse­ren Lebens­stil bereit sind zu tun. Durch gerin­ge Aus­ga­ben sind wir nicht ver­pflich­tet, ein hohes Ein­kom­men zu gene­rie­ren und kön­nen unse­re Arbeits­zeit ent­spre­chend anpas­sen. Das gibt uns die Mög­lich­keit, neue Wege aus­zu­pro­bie­ren und gege­be­nen­falls neue Ein­kom­mens­quel­len zu erschließen.

Hier sparen wir bares Geld

Die fol­gen­den Berei­che sind ein paar Bei­spie­le, wo wir rich­tig viel Geld sparen.

  • Mie­te – bewuss­te Aus­wahl einer Woh­nung mit gerin­ger Kaltmiete
  • Mobi­li­täts­kos­ten – kein Auto, kei­ne Monats­kar­te für ÖPNV, statt­des­sen Rad
  • Urlaub – sehr sel­ten, wenn, dann in Deutsch­land, Zelten
  • Mode – Cap­su­le Ward­ro­be (nur Basic-Teile)
  • Aus­ge­hen – nur sel­ten aus­wärts essen
  • Lebens­mit­tel – bestimm­te Regeln beim Ein­kau­fen
     

Drei wei­te­re wich­ti­ge Punk­te bringt unser Beruf mit sich. Wir sind bei­de Desi­gner mit aka­de­mi­schen Abschlüs­sen und sind es gewohnt, uns immer wie­der schnell in neue Sach­ver­hal­te ein­zu­ar­bei­ten und audio­di­dak­tisch zu ler­nen. Wir sind außer­dem bei­de sehr inter­es­siert und haben kei­ne Scheu, neue Sachen aus­zu­pro­bie­ren oder Feh­ler zu machen. Zusätz­lich ver­fü­gen wir über ein Skill­set, wel­ches sehr gut in die digi­ta­le Welt passt. Wir haben dadurch sehr vie­le Mög­lich­kei­ten, online Geld zu verdienen.

Wie viel Geld wird denn nun für die finanzielle Freiheit genau benötigt?

1. Ausgangssituation

Das ist die Grund­la­ge der gan­zen Rech­nung. Der­zeit arbei­ten wir sehr enga­giert am Not­gro­schen. Wir gehen aktu­ell von 3 – 6 Net­to-Monats­aus­ga­ben aus, das sind bei uns der­zeit zir­ka 3.600 – 7.200 €.

2. Finanzielle Sicherheit 

Die­se Stu­fe ist erreicht, wenn ich mei­ne voll­stän­di­gen Fix­kos­ten durch pas­si­ves Ein­kom­men decken kann. In mei­nem Fall wären das etwa 500 Euro monat­lich. Dar­in ent­hal­ten sind Kalt­mie­te plus Neben­kos­ten, Strom, Inter­net, Lebens­mit­tel, Ver­si­che­rung, aber nicht die Krankenkasse.

Die­se Stu­fe ist aus mei­ner Sicht die wich­tigs­te von allen, weil beim Errei­chen die­ser Stu­fe deut­lich wird, dass man auf dem rich­ti­gen Weg zur finan­zi­el­len Frei­heit ist. Ich den­ke, die­se Stu­fe wird bei uns das größ­te Sicher­heits­ge­fühl und Selbst­be­wusst­sein auslösen.

Für die­se 500 Euro bräuch­te ich bei

  • 4% Ren­di­te 150.000 €,
  • bei 6% 100.000 € und
  • bei 8% 75.000 € Ver­mö­gen ohne Steuern.

500 Euro mag für man­che von euch sehr wenig klin­gen, fast schon unglaub­wür­dig. Wie ich aber bereits schon ange­deu­tet habe, haben wir die­se Situa­ti­on in den letz­ten Jah­ren schritt­wei­se erar­bei­tet, alles unnö­ti­ge gestri­chen, gekün­digt oder gewechselt.

3. Vital

Bei die­ser Stu­fe sind dann alle Fix­kos­ten zuzüg­lich 20% gedeckt. Das wären dann bei mir also 600 Euro pro Monat.

4. Finanzielle Unabhängigkeit

Hier sind alle Fix­kos­ten und varia­blen Kos­ten gedeckt, ich rech­ne hier mit 1.200 Euro. Das ent­spricht dem, was wir der­zeit gemein­sam monat­lich zur Ver­fü­gung haben inklu­si­ve Kin­der­geld. Wir zah­len davon auch noch sämt­li­che beruf­li­che Aus­ga­ben. Wenn wir die­se Stu­fe erreicht haben, müs­sen wir theo­re­tisch nicht mehr arbei­ten, nur noch für Zusatz­aus­ga­ben oder gege­be­nen­falls eine grö­ße­re Anschaf­fung, einen län­ge­rer Urlaub oder ähnliches.

Natür­lich ist gar nicht mehr arbei­ten und faul auf der Hän­ge­mat­te lie­gen nicht das Ziel, das ich ver­fol­ge. Bei der finan­zi­el­len Frei­heit geht es mir um die Frei­heit, ent­schei­den zu kön­nen, wie ich mei­nen Tag struk­tu­rie­re und vor allem, wel­che Men­schen an mei­nem Leben teil­ha­ben sol­len und dür­fen. Für die­se Stu­fe benö­ti­ge ich fol­gen­de inves­tier­te Summen:

  • Bei 4% Ren­di­te 360.000 €,
  • bei 6% Ren­di­te 240.000 € und
  • bei 8% Ren­di­te 180.000 € ohne Steuern.

5. Finanzielle Freiheit 

Die­se habe ich für mich bei 3.000 Euro im Monat fest­ge­legt. Hier kann ich mir alles leis­ten, was ich mir wün­sche. Hier trifft der Begriff Frei­heit für mich defi­ni­tiv zu. Auch die­se Sum­me mag für eini­ge gering aus­se­hen, bezie­hungs­wei­se wird es Men­schen geben, die die­se monat­lich zur Ver­fü­gung haben, aber den­noch weit weg von finan­zi­el­ler Frei­heit sind. Ihr dürft hier aber nicht ver­ges­sen, dass ich von 3.000 Euro pas­si­vem Ein­kom­men spre­che, also Geld, dass ich erhal­te, ohne dafür zu arbei­ten. Gleich­zei­tig müs­sen wir natür­lich auch beach­ten, wie viel wir der­zeit aus­ge­ben. Unter die­sen Umstän­den wird deut­lich, war­um ich 3.000 Euro im Monat schon als finan­zi­ell frei ansehe.

6. Absolut

Über die fol­gen­den bei­den Stu­fen habe ich mir noch nicht so rich­tig Gedan­ken gemacht, weil die aus mei­ner heu­ti­gen Per­spek­ti­ve ein­fach noch viel zu weit weg sind. Abso­lut läge etwa bei 15.000 bis 25.000 Euro monatlich.

7. Verrückt

Da habe ich ehr­lich gesagt kei­ne Ahnung, was ich da sagen soll. Das sind Zah­len außer­halb mei­ner Vorstellungskraft.

So viel Geld muss ich täglich für die finanzielle Freiheit ansparen

Nach­dem ich die­se Zah­len für mich fest­ge­legt hat­te, habe ich fest­ge­stellt, dass sie im All­tag nicht so rich­tig über­schau­bar und greif­bar sind. Des­halb habe ich sie jeweils auf einen Tag hin­un­ter­ge­rech­net. Auf die­se Wei­se kann ich bes­ser ein­schät­zen, wo ich mich gera­de befin­de und mit mei­ner aktu­el­len Situa­ti­on ver­glei­chen. 

  • Stu­fe 2: 17 € pro Tag
  • Stu­fe 3: 20 € pro Tag
  • Stu­fe 4: 40 € pro Tag
  • Stu­fe 5: 100 € pro Tag

Als Rechen­bei­spiel kann ich auch mei­ne You­Tube-Ein­nah­men nen­nen, die belau­fen sich der­zeit auf durch­schnitt­lich 750 – 850 Euro im Monat, das sind knapp 25 – 28 Euro pro Tag.

Das ist doch schon mal ein guter Anfang, oder? Natür­lich muss hier ange­merkt wer­den, dass die You­Tube AdSen­se-Ein­nah­men kei­ne rich­ti­gen pas­si­ven Ein­nah­men sind, weil ich die Vide­os natür­lich noch pro­du­zie­ren und den Algo­rith­mus regel­mä­ßig füt­tern muss.

Einfacher gesagt als getan

Es wird deut­lich, dass es lan­ge dau­ern wür­de, die­se benö­tig­ten Sum­men allei­ne durch Divi­den­den zu errei­chen, zum Bei­spiel 900.000 Euro bei 4 Pro­zent für die finan­zi­el­le Frei­heit mit 3.000 Euro monat­lich. Natür­lich habe ich auch kei­ne Lust, die nächs­ten 35, 40 Jah­re auf dem der­zei­ti­gen Niveau zu leben, wie ich es jetzt tue. Des­we­gen arbei­ten wir an ver­schie­de­nen Pro­jek­ten, durch die wir die Mög­lich­keit bekom­men, schnel­ler pas­si­ves Ein­kom­men zu gene­rie­ren. So wird es nicht nötig sein, die­se gro­ßen Sum­men anzu­spa­ren und zu inves­tie­ren. Wir arbei­ten also auf eine Mischung aus pas­si­vem Ein­kom­men aus Pro­jek­ten und Ein­kom­men aus Inves­ti­tio­nen hin.

Wie willst du es zur finanziellen Freiheit schaffen?

Lebst du lie­ber mini­ma­lis­tisch und fru­gal, um dein Ziel schnel­ler zu errei­chen oder erhöhst du gleich so gut wie mög­lich sein Ein­kom­men? Schreib mir dei­ne Ant­wort bit­te in die Kommentare.

❤︎ Lin­da

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Über mich

Hi, Hal­lo und Will­kom­men – Ich bin Lin­da und ich habe mir das ambi­tio­nier­te Ziel gesetzt, inner­halb der nächs­ten 5 Jah­re, die finan­zi­el­le Frei­heit zu errei­chen. Auf mei­nem Blog + You­Tube Kanal doku­men­tie­re ich mei­ne Fort­schrit­te und Erfah­run­gen auf die­sem Weg. Jede Woche ver­öf­fent­li­che ich 2 Vide­os zu den The­men Finan­zen, Fru­ga­lis­mus, Mini­ma­lis­mus, Glau­bens­sät­ze & Mindset.

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